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Pilsen
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Pilsen (tschechisch PlzeĆ, ) ist die viertgröĂte Stadt Tschechiens, liegt im Westen von Böhmen und ist der Verwaltungssitz der Pilsner Region (PlzeĆskĂœ kraj). In Pilsen leben mehr als 181.000 Einwohner,cite-ref-2[2] die Agglomeration hat etwa 305.000 Einwohner.cite-ref-3[3] Bekannt ist Pilsen vor allem wegen des Pilsner Biers und der Ć koda-Werke. Die UniversitĂ€ts- und Bistumsstadt hat eine bedeutende Stellung als Industrie-, Handels-, Kultur- und Verwaltungszentrum. 2015 war Pilsen â gemeinsam mit der Stadt Mons in Belgien â Kulturhauptstadt Europas.
Contents
âą Geographie
âą Stadtgliederung
⹠Bevölkerung
âą Geschichte
âą StadtgrĂŒndung
âą Politik
âą Bildung
âą Bistum
âą Kennzahlen
âą Unternehmen
âą Verkehr
âą Kultur
âą Architektur
âą Museen
âą Bibliotheken
âą Veranstaltungen
âą Etymologie
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geographie
Klima und Geographie
Pilsen liegt im Pilsener Becken am Zusammenfluss der FlĂŒsse Mies, Radbusa, Ăhlava und Ăslava. Am sĂŒdwestlichen Stadtrand befindet sich die Talsperre ÄeskĂ© ĂdolĂ. Die Innenstadt liegt um 310 m n.m. Einige Anhöhen innerhalb des Stadtgebiets erreichen bis 452 m n.m. Die Altstadt steht auf Arkoseuntergrund. Pilsen gehört in die kĂŒhlgemĂ€Ăigte Zone mit langen, trockenen Sommern, wĂ€rmeren Ăbergangsperioden und sehr trockenen Wintern mit kurzem Andauern der Schneedecke. Die Jahresdurchschnittstemperatur betrĂ€gt 7,5 °C, der durchschnittliche Jahresniederschlag um 520 mm. Die höchste gemessene Temperatur war 40,1 °C (1983, Pilsen-Bolevec) und die niedrigste â27,6 °C (1987, Pilsen-Bolevec). Die Sonnenscheindauer schwankt jĂ€hrlich zwischen 1400 und 1700 Stunden.
Stadtgliederung
Die Stadt PlzeĆ gliedert sich in 10 Stadtbezirke, zu denen 31 Ortsteile gehören.
âą PlzeĆ 1: Bolevec (Bolewetz) und SevernĂ PĆedmÄstĂ
âą PlzeĆ 2-Slovany: BoĆŸkov (Boschkau), Äernice (Tschernitz, Czernicz), Doudlevce, HradiĆĄtÄ (Hradischt), Koterov (Kotterau), Lobzy (Lobes) und VĂœchodnĂ PĆedmÄstĂ
âą PlzeĆ 3: Doudlevce (Doudlewetz, Daudlewetz), JiĆŸnĂ PĆedmÄstĂ, Litice (Lititz), NovĂĄ Hospoda, RadobyÄice (Radobschitz), SkvrĆany, Valcha, VnitĆnĂ MÄsto und VĂœchodnĂ PĆedmÄstĂ
âą PlzeĆ 4: Bukovec (Bukowetz), ÄervenĂœ HrĂĄdek, Doubravka (Dobraken), Lobzy, Ăjezd (Aujest) und VĂœchodnĂ PĆedmÄstĂ
âą PlzeĆ 5-KĆimice: KĆimice (Krimitz)
âą PlzeĆ 6-Litice: Litice
âą PlzeĆ 7-RadÄice: RadÄice (Ratschitz)
âą PlzeĆ 8-Äernice: Äernice
âą PlzeĆ 9-Malesice: DolnĂ VlkĂœĆĄ und Malesice
âą PlzeĆ 10-Lhota: Lhota
Bevölkerung
FĂŒr die 2. HĂ€lfte des 14. Jh. wird die Stadtbevölkerung auf 3000 Einwohner geschĂ€tzt. Der DreiĂigjĂ€hrige Krieg brachte auch hier viele Tote und damit einen massiven RĂŒckgang der Bevölkerung. In der Mitte des 19. Jh. ĂŒberschritt die Einwohnerzahl die Zehntausendgrenze. In den folgenden Jahren entwickelte sich Pilsen zu einem der wichtigsten Industriestandorte Ăsterreich-Ungarns, und die Bevölkerungszahl wuchs sprunghaft. Bereits 1890 hatte die Stadt ĂŒber 50.000 Einwohner, in den dreiĂiger Jahren dann 100.000 BĂŒrger und seit der Wende pendelt die Einwohnerzahl um 170.000.
| Jahr | Einwohner | | Jahr | Einwohner |
|---|---|---|---|---|
| 1869 | 23.681 | | 2000 | 166.759 |
| 1880 | 38.883 | | 2001 | 164.336 |
| 1890 | 50.221 | | 2002 | 163.791 |
| 1900 | 68.079 | | 2003 | 164.180 |
| 1910 | 80.445 | | 2004 | 162.627 |
| 1921 | 88.416 | | 2005 | 162.759 |
| 1930 | 114.704 | | 2006 | 163.392 |
| 1950 | 124.339 | | 2007 | 165.238 |
| 1961 | 132.799 | | 2008 | 169.273 |
| 1970 | 148.021 | | 2009 | 169.935 |
| 1980 | 170.701 | | 2010 | 168.808 |
| 1991 | 173.008 | | 2011 | 167.302 |
Geschichte
StadtgrĂŒndung
Im 10. Jahrhundert wurde Alt-Pilsen als Wirtschafts- und Verwaltungszentrum der PĆemysliden in Westböhmen gegrĂŒndet. In den lateinischen Quellen erscheint diese Stadt als Pilsna, die Herkunft des Namens ist umstritten.cite-ref-5[5] Neu-Pilsen entstand als NeugrĂŒndung um 1295 von Lokator Heinrich und im Auftrag von König Wenzel II. als Königsstadt. Die Stadt sollte eine der gröĂten und bedeutendsten böhmischen StĂ€dte werden, deshalb wurde sie sehr groĂzĂŒgig angelegt. Der Hauptmarkt mit dem AusmaĂ von 139 Ă 193 m ist einer der gröĂten MarktplĂ€tze Europas und die StraĂenbreite war fĂŒr mittelalterliche VerhĂ€ltnisse ungewöhnlich. Der Stadtgrundriss wurde regelmĂ€Ăig ausgemessen und besteht aus rechteckigen Hausblöcken. Pilsen bekam die nach Prag gröĂte LandflĂ€che zugeteilt. Im Jahre 1300 wurde Pilsen zum ersten Mal in einem Dokument des Basler Bischofs Peter von Aspelt konkret erwĂ€hnt. Obwohl die Stadt die jĂŒngste königliche Stadt in Westböhmen war, entwickelte sie sich sehr schnell zum politischen und wirtschaftlichen Zentrum der Region.
Aus wirtschaftlich-geographischer Sicht wurde die Stadt am Handelsweg aus Prag angelegt, der sich in Pilsen in Zweige teilte, die zur Reichsstadt NĂŒrnberg (Goldene StraĂe im Mittelalter der bedeutendste Fernhandelsweg Böhmens) sowie zu den ReichsstĂ€dten Regensburg und Eger verliefen. Als bedeutendster Exportartikel wird bis in das 16. Jh. Rindvieh aufgefĂŒhrt, welches die Pilsener StadtbĂŒrger in ganz Böhmen oder sogar in Oberungarn (der heutigen Slowakei) aufkauften und hauptsĂ€chlich nach Bayern ausfĂŒhrten. Nach 1400 wurden in Pilsen 46 verschiedene Handwerke genannt.
Reformation und Hussitenkriege
Im Jahre 1417 kam es in Pilsen zu einem Putsch und die AnhĂ€nger der Hussiten ĂŒbernahmen stĂ€dtische Posten. Pilsen wurde zum Zentrum des radikalen, chiliastischen Hussitentums. 1419 verlieĂen radikale hussitische AnhĂ€nger Prag und wechselten nach Pilsen, so wurde die Stadt zum Zentrum der Bewegung. Neben dem radikalen Priester VĂĄclav Koranda gehörte Jan ĆœiĆŸka zu den bedeutenden Persönlichkeiten der Stadt. Die Stadt wurde vom westböhmischen katholischen Adel blockiert und bei den verschiedenen Rangeleien erzielte ĆœiĆŸka im Jahre 1419 einen ersten Sieg in der Schlacht bei NekmĂĆ.
Die Gesamtlage der hussitischen Stadt wurde immer schwieriger und 1420 verlieĂ der radikale Teil der Hussiten sie. Pilsen wechselte daraufhin die Seite und wurde zum festen Bestandteil der königlichen Macht und des Katholizismus. Die Hussiten blieben aber ohne Erfolg. Der schlimmste Versuch war die Belagerung der Stadt ab Juli 1433 bis Mai 1434. Im Januar 1434 gelang es den Pilsenern, bei einem Gegenangriff ein Kamel als TrophĂ€e zu erbeuten. Dieses Ereignis wurde ab den 1460er Jahren Bestandteil des Stadtwappens. Im FrĂŒhling 1434 wurde die Stadt von dem ehemaligen Hauptmann der Taboriten und ĂberlĂ€ufer PĆibĂk von KlenovĂĄ mit Lebensmitteln versorgt (vorgeblich in insgesamt 120 Wagen geliefert). Anfang Mai wurde die Belagerung aufgegeben und die hussitischen Truppen zogen ab. In den folgenden Kriegen wechselte die Stadt mehrmals die Seite.
âNoch im Mittelalter war der deutsche Bevölkerungsanteil relativ hoch â doch das Ă€nderte sich unter dem Einfluss der Landesherrschaft. Viele Deutsche wechselten die Sprache, und viele Pilsener tragen aus diesem Grund noch heute sehr deutsch klingende Nachnamen.âcite-ref-6[6]
Im Jahre 1468 wurde in Pilsen erstmals in Böhmen die Technik des Buchdrucks angewandt.
Im StÀndeaufstand 1547 stand Pilsen loyal zum Kaiser und erhielt als Dank die erste Stimme in der StÀndekurie im Böhmischen Landtag.cite-ref-t-krz-7-0[7]
DreiĂigjĂ€hriger Krieg
In Zeiten einer Pestepidemie in Prag zog 1599â1600 Kaiser Rudolf II. mit Hofstaat kurzzeitig nach Pilsen um. SpĂ€ter entschied sich der Kaiser, in Pilsen einen Nebensitz zu errichten, und lieĂ 1606 das âKaiserliche Hausâ in Pilsen erbauen, das er aber nie nutzte.
Der DreiĂigjĂ€hrige Krieg bedeutete fĂŒr Pilsen gleich zu Anfang den Absturz in die Armut und riesige Schulden. Nach dem Ausbruch des StĂ€ndeaufstandes 1618 blieb Pilsen dem Kaiser treu. Am 21. November 1618 wurde die Stadt nach kurzer Belagerung von einem Heer der StĂ€nde unter Ernst von Mansfeld eingenommen und mit verheerenden Folgen bis April 1621 besetzt.cite-ref-8[8] In dieser Zeit diente die Stadt als HauptstĂŒtzpunkt und als Haupteinkommensquelle der Armee.
Ab 1631 war Pilsen Basis eines kaiserlichen Heeres, welches zum Schutz der Stadt vor einer sĂ€chsischen Armee aus Bayern abkommandiert wurde. Die kaiserliche Armee bot zwar Schutz, aber ihre Unterbringung und Verpflegung belastete die Stadt wirtschaftlich schwer und fĂŒhrte zu groĂer Verschuldung. Der Oberbefehlshaber Wallenstein lagerte ab Dezember 1633 in Pilsen; die Ergebenheitsadressen seiner Offiziere im ersten und zweiten Pilsener Revers fĂŒhrten zum beschleunigten Handeln der Gegner, die an seiner Absetzung und Beseitigung arbeiteten. Ende Februar 1634 brach er nach Eger auf, wo er zwei Tage spĂ€ter ermordet wurde. Gegen Ende des Krieges lieĂ der kaiserliche Stadtkommandant Jan van der Croon von 1645 bis 1649 die Stadtbefestigungen verstĂ€rken. 1645 und 1648 zogen schwedische Armeen an Pilsen vorbei, griffen es aber nicht an. Unmittelbar zu leiden hatte die Stadt 1648 dagegen unter einem Ausbruch der Pest.cite-ref-9[9]
Nach dem DreiĂigjĂ€hrigen Krieg war die stĂ€dtische Wirtschaft ruiniert, die VorstĂ€dte abgebrannt, die Stadtbevölkerung dezimiert, ein Drittel der BĂŒrgerhĂ€user in der Innenstadt war verwĂŒstet. Die Beseitigung der SchĂ€den und der wirtschaftliche Wiederaufbau dauerten beinahe ein Jahrhundert. Die Fernhandelsbeziehungen sanken auf ein Minimum. Allgemeinen Verfall erlitt das gesellschaftliche Leben.
Die verheerenden Folgen des GroĂen Krieges hemmten, verstĂ€rkt durch zwei Pestepidemien (1680, 1714) und eine Feuersbrunst 1729, die wirtschaftliche Konsolidierung, die erst nach 1760 wieder in Fahrt kam, zumal die Stadt in den Schlesischen Kriegen wechselnde Besatzungen aufnehmen und Kontributionen entrichten musste.cite-ref-t-krz-7-1[7]
Erst am Ende des 18. Jahrhunderts erreichte die Einwohnerzahl wieder den Vorkriegsstand. Pilsen blieb danach bis ins 19. Jahrhundert eine Provinzstadt ohne gröĂere Bedeutung.
Industriezeitalter
Um 1840 war die âherrschende Spracheâ der Einwohner âdie böhmische, doch findet man in der Stadt auch viele des Teutschen kundigeâ.cite-ref-10[10] Durch die Industrialisierung zogen zahlreiche tschechische Arbeiter aus der Umgebung nach Pilsen und es entstanden neue, tschechisch geprĂ€gte VorstĂ€dte, wĂ€hrend das deutsche BĂŒrgertum sich auf die Altstadt beschrĂ€nkte.cite-ref-11[11]
In der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts stand Pilsen nach GröĂe und Bedeutung hinter Prag wieder an zweiter Stelle in Böhmen. Im Jahre 1869 entstand das wichtigste und in folgenden Jahren fĂŒr die Stadt prĂ€gende Maschinenbauunternehmen Ć koda. Das zweitgröĂte Werk dieser Zeit war nach 1898 das Eisenbahnwerk der Staatsbahnen mit etwa 2000 Angestellten. Es handelte sich um das gröĂte Ausbesserungswerk in Ăsterreich-Ungarn. Zwischen 1861 und 1877 wurde der Pilsener Eisenbahnknoten fertiggestellt. Im Jahre 1899 verkehrte in Pilsen die erste StraĂenbahnlinie.
1900 belief sich der seit der Neuzeit rĂŒcklĂ€ufige deutschsprachige Bevölkerungsanteil nur mehr auf 13,5 Prozent.cite-ref-12[12]
Trotz dieser WirtschaftsblĂŒte waren die Wohn- und hygienischen VerhĂ€ltnisse besonders fĂŒr die Arbeiterschaft Pilsens schlecht. Diesen ZustĂ€nden versuchte in den Jahren 1911 bis 1919 Ć koda mit dem Bau der Arbeiterwohnsiedlung Karlov abzuhelfen. Insgesamt blieben die WohnbauaktivitĂ€ten aber unzureichend. Die Ć koda-Werke spezialisierten sich immer mehr auf RĂŒstungsgĂŒter und wurden in spĂ€teren Jahren zur gröĂten Waffenschmiede Ăsterreich-Ungarns. Pilsen lieferte schwerste ArtilleriegeschĂŒtze wie den 30,5-cm-M.11-Mörser, der im Ersten Weltkrieg eingesetzt wurde. 1917 arbeiteten bei Ć koda 32.000 Arbeiter. Am 25. Mai 1917 kamen bei einem ExplosionsunglĂŒck in der Munitionsfabrik im Pilsner Vorort Bolevec etwa 300 Menschen ums Leben. In den folgenden zwanzig Jahren war die Industriestadt Pilsen mit dem benachbarten Montangebiet ein wichtiges Wirtschaftszentrum der 1918 gegrĂŒndeten Tschechoslowakischen Republik.
Zweiter Weltkrieg und Sozialismus
Mit der Errichtung des Protektorats Böhmen und MĂ€hren marschierte die deutsche Wehrmacht am 15. MĂ€rz 1939 auch in Pilsen ein, das Sitz eines Oberlandrats und mehrerer Behörden (SA, SS, Gestapo) wurde. Umgehend erfolgte die Einbindung der Ć koda-Werke in die deutsche RĂŒstungsproduktion. Gegen Widerstand gingen die Besatzer rĂŒcksichtslos vor (so erfolgte 1943 der Transport von mehr als 500 politischen HĂ€ftlingen in das KZ Buchenwald).cite-ref-t-krz-7-2[7]
Vor der Besetzung durch das nationalsozialistische Deutsche Reich von 1939 bis 1945 lebten in Pilsen (1938) etwa 3200 Juden (unter 125.000 Einwohnern). 3000 von ihnen wurden im Januar 1942 in drei Transporten nach Theresienstadt und in weitere Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert.
Von 1939 bis 1945 arbeitete die RĂŒstungsindustrie in Pilsen fĂŒr das Deutsche Reich. Deshalb waren im Zweiten Weltkrieg die Ć koda-Werke Ziel von Luftangriffen zunĂ€chst der Royal Air Force, spĂ€ter auch der US Army Air Forces. Am 5. Mai 1945 war in der Stadt ein Aufstand des örtlichen Widerstands ausgebrochen, gegen den die Deutschen vorgingen.
Am 6. Mai befreiten Einheiten der 16. US-Panzerdivision sowie der 2. US-Infanteriedivision der 3. US-Armee Pilsen. In der gleichen Zeit kapitulierten in und um die Stadt herum tausende Soldaten der Wehrmacht und Waffen-SS, um einer Gefangennahme durch die Rote Armee zu entgehen.cite-ref-13[13] Ende November 1945 zogen die US-Truppen wieder ab. Die sudetendeutsche Bevölkerung der Stadt wurde ab 1945 gröĂtenteils vertrieben und ausgewiesen. Noch 1945 wurde eine Medizinische FakultĂ€t der Prager KarlsuniversitĂ€t in Pilsen gegrĂŒndet, 1948 folgte eine PĂ€dagogische FakultĂ€t und 1949 eine Hochschule fĂŒr Maschinenbau und Elektrotechnik.
Am 1. Juni 1953 gab es aufgrund einer WĂ€hrungsreform schwere Unruhen in der Stadt. 20.000 Menschen, vor allem Arbeiter der Ć koda-Werke demonstrierten gegen das kommunistische Regime der Tschechoslowakei. Demonstranten drangen in das Rathaus ein und warfen kommunistische Symbole, Möbel und andere GegenstĂ€nde aus den Fenstern. Ab Nachmittag wurde die Demonstration von der Staatsmacht gewaltsam beendet. 1957 begann mit der Siedlung Slovany eine lange Phase der Errichtung von Neubaugebieten. 1961 entstand die Siedlung Doubravka, 1966 Bory, 1968 eine Erweiterung von Slovany. 1974 wurde das Wohngebiet LochotĂn und 1989 das Viertel Vinice fertiggestellt. Damit verbunden waren auch zahlreiche Eingemeindungen.
Am 21. August 1968 beendete der Einmarsch sowjetischer Truppen in Pilsen den liberalen Geist des Prager FrĂŒhlings. 1970 wurde Litice zu Pilsen eingemeindet. Weitere Eingemeindungen folgten 1976 mit den Orten Äernice, RadobyÄice, Koterov, ÄervenĂœ HrĂĄdek, KĆimice, RadÄice. Das neue UniversitĂ€tskrankenhaus von Pilsen wurde 1985 im Stadtteil LochotĂn eröffnet. Das Ende des Sozialismus in der Tschechoslowakei leiteten landesweite Proteste und Demonstrationen Ende 1989 ein. Am 27. November 1989 beteiligten sich tausende Arbeiter der Ć koda-Werke an einem Generalstreik. Die landesweiten Proteste mĂŒndeten in der Samtenen Revolution.cite-ref-14[14]
Nach der Samtenen Revolution
Mit der EinfĂŒhrung marktwirtschaftlicher Prinzipien in der Tschechoslowakei litt die Stadt PlzeĆ besonders. Die bisherigen Abnehmer fĂŒr Erzeugnisse der lokalen Schwerindustrie fielen weg, insbesondere nach dem Zerfall der Sowjetunion. Auch die Staatsbahn ÄSD als Hauptabnehmer von Lokomotiven fiel weitestgehend weg, da die GĂŒtertransporte rapide abnahmen. Die Division fĂŒr den Kernkraftwerksbau verlor wesentlich an Bedeutung, da zahlreiche Energieprojekte gestoppt worden sind. In Folge der Privatisierungen wurde das GroĂkombinat Ć koda in mehrere kleinere Gesellschaften aufgeteilt und privatisiert. Ein groĂer Teil des WerksgelĂ€ndes entwickelte sich zu einer Industriebrache, es blieben zahlreiche kleinere Industriebetriebe erhalten. 1990 hatte Pilsen 175.038 Einwohner.
Am Stadtrand entstanden neue groĂflĂ€chige Gewerbegebiete, die vor allem auf den Einzelhandel spezialisiert worden sind. Durch auslĂ€ndische Investoren wurde auch der industrielle Sektor bestĂ€rkt, so siedelten sich internationale Betriebe in der Stadt neu an und glichen den Bedeutungsverlust der Ć koda-Werke aus. Die Stadt wurde schrittweise saniert. Damit entwickelte sich in Pilsen aufgrund der verkehrlichen NĂ€he zu Prag auch eine Bedeutungssteigerung durch Touristen, die unter anderem durch die traditionsreiche Brauerei PlzeĆskĂœ Prazdroj (Pilsner Urquell), ihre touristischen Einrichtungen und zahlreiche Museen angezogen werden.
1991 ist die Westböhmische UniversitĂ€t in Pilsen eröffnet worden. Bischofssitz wurde Pilsen wieder 1993. Die Orte Malesice, Lhota und DolnĂ VlkĂœĆĄ sind 2003 zu Pilsen eingemeindet worden.
Im Verlauf der 1990er wurde die Autobahn D5 zu Pilsen fertiggestellt. Im Jahr 2006 wurde die Stadt vom Durchgangsverkehr gröĂtenteils entlastet, da hier mit mehrjĂ€hriger VerspĂ€tung die vollstĂ€ndige D5 bis an die tschechisch-deutsche Grenze fertiggestellt wurde. 2005 eröffnete das Techmania Science Center auf dem GelĂ€ndeteil der Ć koda-Werke. Von 2012 bis 2014 entstand in Pilsen am Rande der ehemaligen Stadtmauer das neue Theater, dessen Lage und Architektur eine Kontroverse mit sich brachte.cite-ref-15[15]
2015 wurde die Stadt Kulturhauptstadt Europas, womit zahlreiche Veranstaltungen und BaumaĂnahmen verbunden waren. In dieser Zeit besuchten 3,8 Millionen Besucher die Stadt, wovon 2,8 Millionen Tagesbesucher waren.cite-ref-16[16] Nach der Samtenen Revolution sank die Einwohnerzahl der Stadt, 2017 konnten dennoch 170.936 Einwohner gezĂ€hlt werden, was dem Stand von 1980 entspricht.cite-ref-17[17]
Politik
Folgende Fraktionen sind in der Stadtvertretung der Statutarstadt (zastupitelstvo statutĂĄrnĂho mÄsta) vertreten: ODS: 14 Sitze, ÄSSD: 14 Sitze, TOP 09: 7 Sitze, KSÄM: 5 Sitze, OBÄANĂ.CZ: 5 Sitze, PravĂĄ volba pro PlzeĆ: 2 Sitze. Die Sitzverteilung ist das Ergebnis der Kommunalwahlen vom 15. Oktober â 16. Oktober 2010. Die Wahlbeteiligung lag bei 39,44 Prozent.
BĂŒrgermeister vor 1989
âą Martin Kopetzky, 1828 bis 1850
Liste der OberbĂŒrgermeister (seit 1989)
âą Stanislav Loukota, 2. MĂ€rz 1990 â 5. Dezember 1990
âą ZdenÄk MraÄek (OF), 1990â1994
âą ZdenÄk Prosek (ODS), 1994â1998
âą JiĆĂ Ć neberger (ODS), 1998â2004
âą Miroslav Kalous (ODS), 2004â2006
âą Pavel Rödl (ODS), 2006â2010
âą Martin Baxa (ODS), 2010â2014
âą Martin ZrzaveckĂœ (ÄSSD), 2014â2018
âą Martin Baxa (ODS), (2. Amtszeit) 2018â2022cite-ref-18[18]
âą Pavel Ć indelĂĄĆ (ODS), 2022
StÀdtepartnerschaften
Pilsen unterhÀlt Partnerschaften mit folgenden StÀdten:cite-ref-20[20]
âą Vereinigte Staaten Birmingham, Vereinigte Staaten
âą Belgien LĂŒttich, Belgien
âą Frankreich Limoges, Frankreich
âą Deutschland Regensburg, Deutschland
âą Japan Takasaki, Japan
âą Mexiko Monterrey, Mexiko
âą Schweiz Winterthur, Schweiz
âą Slowakei Sillein, Slowakei
Bildung
Das öffentliche Schulwesen ist mit 29 Grundschulen, 5 Gymnasien und 18 Fachgymnasien vertreten. In Pilsen befinden sich zwei UniversitĂ€tseinrichtungen. Die kleinere ist die Medizinische FakultĂ€t in Pilsen, ein Bestandteil der Prager Karls-UniversitĂ€t mit etwa 2000 Studierenden, wobei etwa 500 im internationalen Studiengang immatrikuliert sind. Die jĂŒngere und gröĂere Hochschule ist die Westböhmische UniversitĂ€t in Pilsen mit etwa 17.200 immatrikulierten Studenten (Stand: Herbst 2006). In Pilsen befindet sich das tschechische BĂŒro des Koordinierungszentrums Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch Tandem.
Bistum
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Hauptartikel
:
Bistum Pilsen
Seit 31. Mai 1993 ist Pilsen Sitz des römisch-katholischen Bistums Pilsen. Der erste Amtsinhaber war Bischof FrantiĆĄek RadkovskĂœ. Seit April 2016 ist TomĂĄĆĄ Holub zweiter Bischof von Pilsen. Die Diözese umfasst fast das gesamte Gebiet des PlzeĆskĂœ kraj (der sĂŒdliche Teil ist beim Bistum Budweis verblieben) und des KarlovarskĂœ kraj mit insgesamt 818.700 Einwohnern (davon 149.000 Katholiken). Bistumskirche ist die St.-BartholomĂ€us-Kathedrale auf dem Platz der Republik in Pilsen. Das Bistum ist in 10 Vikariate mit insgesamt 72 Pfarreien gegliedert.
Wirtschaft und Infrastruktur
Kennzahlen
Unternehmen
In der Stadt befinden sich weiterhin Teile des Ć koda-Konzerns, orientiert auf Schwermaschinenbau, Kraftwerkbau (einschlieĂlich Nuklearkraftwerke) und Schienenfahrzeugtechnik. Eine bedeutende Rolle spielt die Brauerei- und Spirituosenindustrie, vertreten durch die Pilsner Urquell AG und den Spirituosenhersteller Stock PlzeĆ-BoĆŸkov.
Ein auĂergewöhnliches Projekt ist der Bau des Industrieparks BorskĂĄ pole ab 1996. Im Dezember 2005 waren hier 42 Unternehmen ansĂ€ssig mit insgesamt 9790 ArbeitsplĂ€tzen, vorwiegend in den Bereichen Elektrotechnik, Kraftfahrzeugkomponenten und (Leicht-)Maschinenbau. Der Industriepark errang im Wettbewerb um das Industriegebiet des Jahres wiederholt erste, zweite und dritte PlĂ€tze. In diesem Industriepark befindet sich u. a. die ProduktionsstĂ€tte fĂŒr Panasonic-Flachbildschirme. Ein weiteres Industriegebiet entsteht im sanierten Komplex des ehemaligen Ć koda-Konzerns nahe der Innenstadt. Nennenswert ist der Forschungs- und Technologiepark Techmania Science Center. 1996 lieĂ sich der Waschanlagenhersteller Otto Christ mit einem Produktionswerk im sĂŒdwestlichen Stadtteil Slovany nieder.
Ć koda
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Hauptartikel
:
Ć koda (Maschinenbau)
und
Ć koda Transportation
Das Maschinenbauunternehmen Ć koda war fĂŒr Pilsen wirtschaftlich und vom Stadtbild her prĂ€gend. Das Werk wurde 1859 von Graf Ernst von Waldstein gegrĂŒndet und 1869 von dem Ingenieur Emil von Ć koda gekauft. Dieser modernisierte das Unternehmen. Ć koda stellte Zuckerfabriken, Brauereien und Dampfmaschinen her. SpĂ€ter orientierte sich das Unternehmen immer mehr auf die RĂŒstungsindustrie. Ab 1886 wurden in Pilsen GeschĂŒtztĂŒrme fĂŒr Schlachtschiffe hergestellt. WĂ€hrend des Ersten Weltkrieges wurde das Werk dann zum gröĂten Waffenproduzenten der habsburgischen Monarchie Ăsterreich-Ungarn mit ca. 32.000 Arbeitern im Jahr 1917.
Nach Kriegsende wurden als erstes Lokomotiven hergestellt. In den folgenden Jahren baute Ć koda in aller Welt Zuckerfabriken, MĂŒhlen, Brauereien, Kraftwerke, Bergwerke oder Schlachtwerke. Im Jahr 1925 ĂŒbernahm das Unternehmen den Automobilhersteller Laurin & Klement, heute Ć koda Auto.
Nach dem Zweiten Weltkrieg orientierte sich das Pilsener Hauptwerk vorwiegend auf die Schwerindustrie, anfangs Dampf- und spĂ€ter E-Lokomotiven, Turbinen und Kraftwerksanlagen. Nach wie vor wurden schlĂŒsselfertige Industrieanlagen im Ausland gebaut. Ab den fĂŒnfziger Jahren begann in Pilsen ein ziviles Nuklearprogramm. Nach der Wende 1989 wurde der Konzern privatisiert und in einzelne Bereiche geteilt. GegenwĂ€rtig tragen einige voneinander unabhĂ€ngige Unternehmen den Namen Ć koda.
Brauereien
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Hauptartikel
:
PlzeĆskĂœ Prazdroj
Aufgrund der ursprĂŒnglich sehr schlechten BierqualitĂ€t entschlossen sich Mitte des 19. Jahrhunderts die brauberechtigten BĂŒrger Pilsens zum Bau einer neuen Brauerei, um damit die technischen Voraussetzungen fĂŒr die Herstellung eines moderneren, untergĂ€rigen Bieres zu schaffen. Im FrĂŒhling 1842 beriefen sie den Bayern Joseph Groll zum ersten Braumeister. Dieser wird als Urheber der weltberĂŒhmten sogenannten Pilsner Brauart bezeichnet. Das BĂŒrgerliche Brauhaus wurde in den folgenden Jahren stĂ€ndig erweitert, es beschĂ€ftigte Ende des Jahrhunderts bereits ca. 600 Mitarbeiter. 1898 wurde die Schutzmarke Pilsner Urquell eingetragen. Ab 1874 exportierte die Brauerei ihr Bier in die Vereinigten Staaten. Im Jahr 1912 besaĂ sie 336 eigene Eisenbahnwaggons. Im Jahr 1913/1914 ĂŒberschritt die Jahresproduktion erstmals eine Million Hektoliter.
Neben dem BĂŒrgerlichen Brauhaus entstand im Jahr 1869 die Erste Pilsener Aktienbrauerei mit der noch existierenden Marke Gambrinus, die zunĂ€chst fĂŒr ihr Bier spĂ€ter als Brauereinamen genutzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden beide Brauereien verstaatlicht und unter dem Namen Pilsener Brauereien zusammengeschlossen. 1992â1994 wurde das Staatsunternehmen privatisiert und erhielt den Namen PlzeĆskĂœ Prazdroj a.s. (deutsch: Pilsner Urquell AG). Seit 1999 gehört das Unternehmen zum Konzern South African Breweries plc, seit 2004: SABMiller.
Verkehr
Ăffentlicher Nahverkehr
â
Hauptartikel
:
StÀdtische Verkehrsbetriebe Pilsen
und
StraĂenbahn Pilsen
Im Jahr 1899 wurde in Pilsen die erste elektrifizierte StraĂenbahnlinie in Betrieb genommen (die heutige Linie 4). In der Stadt verkehren zurzeit drei Linien.
âą Linie 1 (BolevecâInnenstadtâSlovany)
âą Linie 2 (SkvrĆanyâInnenstadtâSvÄtovar)
âą Linie 4 (KoĆĄutkaâInnenstadtâBory)
Seit 1941 verkehren in Pilsen Oberleitungsbusse, gegenwĂ€rtig mit 10 Linien (Nr. 10â19). Des Weiteren gibt es etwa 25 Buslinien. Der Nachtverkehr wird mit zehn Sonderbuslinien (N1, N2, N3, N4, N5, N6, N7(O-Bus), N11, N12) gewĂ€hrleistet. Das Stadtumland ist in einem Verkehrsverbund (IntegrovanĂĄ doprava PlzeĆskĂ©ho kraje) zusammengeschlossen.
StraĂen
Eisenbahn
Die wichtigste Eisenbahnverbindung verlĂ€uft von Osten (Prag) nach Westen (Cheb/NĂŒrnberg). Auf dieser Strecke verkehren tĂ€glich zwei Zugpaare des Schnellzuges SuperCity.
âą Strecke Nr. 170 Ost/West (Ost-West-Verbindung) (Prag)âBerounâPilsenâMarienbadâCheb (weiter nach NĂŒrnberg)
âą Strecke Nr. 190 (nach SĂŒdosten) PilsenâBudweis
âą Strecke Nr. 160 (nach Norden) PilsenâĆœatec
âą Strecke Nr. 180 (nach SĂŒdwesten) PilsenâDomaĆŸliceâFurth im Wald. (weiter ĂŒber Schwandorf nach MĂŒnchen bzw. NĂŒrnberg). Dies ist die wichtigste Verbindung nach Deutschland. Vier Zugpaare in Tschechien als EuroCity deklariert werden von der alex betrieben.
Flugverkehr
Der nĂ€chstgelegene Flughafen fĂŒr Fernreisende ist der Flughafen Prag (ca. 60 Minuten per Autobahn). Gut erreichbar sind der 210 Kilometer entfernte Flughafen NĂŒrnberg und der 280 Kilometer entfernte Flughafen MĂŒnchen. Zu den kleineren FlughĂ€fen gehört der 75 Kilometer entfernte Flughafen Karlsbad. SĂŒdwestlich von Pilsen liegt der frĂŒhere MilitĂ€rflugplatz, heute der nichtöffentliche internationale Flugplatz Pilsen-LĂnÄ mit einer 1450 Ă 60 m Startbahn und VFR-Regime. SĂŒdöstlich von Pilsen befindet sich der Sportflugplatz Pilsen-Letkov (ICAO: LKPL) mit einer 700 m langen und mit Gras bewachsenen Startbahn.
Kultur
Kulturhauptstadt Europas 2015
Am 8. September 2010 setzte sich Pilsen im innertschechischen Wettkampf gegen Ostrava um die Kulturhauptstadt Europas 2015 durch.cite-ref-23[23] Das Programm 2015 umfasste ĂŒber 50 Shows und 600 Veranstaltungen, es begann offiziell mit der Eröffnungsfeier am 17. Januar 2015.cite-ref-24[24] AnlĂ€sslich dieses Titels wurde zudem der internationale Wettbewerb fĂŒr junge TĂ€nzer der EuropĂ€ischen Rundfunkunion, Eurovision Young Dancers 2015, in Pilsen ausgetragen.
Architektur
Das dominanteste Bauwerk der Stadt ist die St.-BartholomĂ€us-Kathedrale, welche kurz nach der StadtgrĂŒndung erstmals belegt ist. Es handelt sich um ein mĂ€chtiges gotisches, dreischiffiges Bauwerk mit der spĂ€tgotischen Sternberg-Kapelle und einem 102,26 m hohen viereckigen Turm. Der Turm ist der höchste Kirchturm in Böhmen und Stadtdominante Pilsens. Der Rundgang fĂŒr Besucher befindet sich in einer Höhe von 62 m. Bei gutem Wetter ist der 70 km entfernte Böhmerwald zu sehen.
Das Pilsener Rathaus wurde von Giovanni de Statio aus Massagno (Schweiz) in den Jahren 1554â1559 im Renaissancestil erbaut. Zwischen Rathaus und Kathedrale befindet sich die im Jahre 1691 errichtete PestsĂ€ule. Die GroĂe Synagoge ist Europas zweitgröĂte Synagoge aus dem 19. Jahrhundert (nach der in Budapest). Das Bauwerk wurde 1893 in maurisch-romanischem Stil vollendet. ErwĂ€hnenswert sind zahlreiche Jugendstilbauten. In Pilsen befinden sich einige Interieurs von Adolf Loos. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz.cite-ref-25[25]
Theater und BĂŒhnen
Ein erstes TheatergebĂ€ude war bereits 1832 in der heutigen Rieger-StraĂe entstanden. Die deutschen BĂŒrger der Stadt errichteten im Jahr 1869 ein deutsches Theater in der Goethe-StraĂe â das Kleine Theater. Das Kleine Theater schloss 1966 seine Pforten, 1977 wurde das GebĂ€ude abgerissen. Heute hat das gröĂte Theater in Pilsen das Josef-KajetĂĄn-Tyl-Theater, ein Schauspiel-, Opern-, Ballett- und Operetten- und Musicalensemble mit mehreren BĂŒhnen. Das heutige GroĂe Theater wurde 1899â1902 gebaut und 1965 das Kammertheater eröffnet. 1980 begannen die AuffĂŒhrungen im Theater im Klub, der dritten BĂŒhne des Tyl-Theaters. 2014 schlieĂlich wurde als Bauvorhaben im Rahmen der EuropĂ€ischen Kulturhauptstadt 2015 das Neue Theater fertiggestellt und eröffnet.
Fester Bestandteil der Pilsener Theaterwelt sind kleinere Theater wie das Kabarett-Theater Pluto und das Dialog-Theater, eine kleine Szene u. a. fĂŒr die zahlreichen Laientheater-Gruppen. Als Alternativ-BĂŒhne dient das zum Reiseverkehr nicht mehr genutzte AbfertigungsgebĂ€ude des Bahnhofs Pilsen-SĂŒd.
Marionettentheater und Puppenspiel haben in Pilsen eine lange Tradition. Zwischen 1930 und 1943 siedelte in Pilsen das erste professionelle Marionettentheater der Tschechoslowakei von Josef Skupa (Schöpfer von Spejbl und HurvĂnek), das nach dem Zweiten Weltkrieg nach Prag umzog. Danach entstand erst 1966 wieder ein professionelles Marionettentheater. Dieses trug erst nur im Volksmund und spĂ€ter offiziell den Namen des GebĂ€udes âAlfaâ. Seit 1967 ist das Theater Mitveranstalter des Festivals Skupova PlzeĆ. Seit 1928 â mit unfreiwilliger Unterbrechung von 1939 bis 1946 â besteht das Laien-Puppentheater V boudÄ. TrĂ€ger seit 1991 ist der Puppentheater-Verein V boudÄ.
Museen
Das Westböhmische Museum in Pilsen ist eine Einrichtung des PlzeĆskĂœ kraj und gehört zu den wichtigsten Museumseinrichtungen der Region. Ein wichtiger Teil des Museumsalltags ist der Forschungsarbeit gewidmet. Das Museum hat 10 Fachabteilungen: Volkskunde, Neuere Geschichte, Urgeschichte, Mittelalter, PalĂ€ontologie, Botanik, Zoologie, Restaurierung, Abteilung fĂŒr ArchĂ€ologische Rettungsgrabungen und das Museum fĂŒr Kunsthandwerk. Derzeit werden im HauptgebĂ€ude vier Dauerausstellungen betrieben: das Zeughaus, eine Sammlung von MeiĂner Porzellan, ArchĂ€ologie der Pilsener Region und regionale Geschichte. Ein ausgelagerter Ausstellungsraum befindet sich in der NĂ€he: MasnĂ© KrĂĄmy, eine mittelalterliche Fleischmarkthalle aus dem Jahre 1392. Nach mehrfachen Restaurierungen werden hier Wechselausstellungen gezeigt und regelmĂ€Ăig Konzerte veranstaltet.
Zweigstellen sind das Volkskundemuseum und das Marionettenmuseum auf dem Platz der Republik, das Diözese-Museum im ehemaligen Franziskanerkloster mit einer Dauerausstellung christlicher GegenstĂ€nde der bildenden Kunst und das Dr.-Ć imon-Adler-Museum in Hartmanice mit einer Ausstellung zur Geschichte der jĂŒdischen Bevölkerung Westböhmens.
Das Brauereimuseum entstand 1959 als Teil des Westböhmischen Museums. Im Jahre 1987 wurde es dem Staatsbetrieb Pilsener Brauereien ĂŒbergeben und befindet sich heute in TrĂ€gerschaft der Pilsener-Urquell-Brauerei. Das Museum zeigt eine Dauerausstellung zur Geschichte des Bieres, dessen Herstellung und damit verbundener Handwerke.
2008 wurde von der Ć koda Holding und der Westböhmischen UniversitĂ€t in Pilsen das Regionale Technische Museum Techmania eröffnet. Die Alte Synagoge beherbergt eine Dauerausstellung zur jĂŒdischen Kultur. In der PlovĂĄrnĂ-StraĂe wurde 2015 ein privates Buchdruckmuseum eröffnet.
Bibliotheken
Die gröĂte Bibliothek der Stadt ist die 1950 errichtete Wissenschaftliche Bibliothek des Kreises Pilsen mit einem Gesamtbestand von 1.734.327 Medien (Stand 2005). Die 1876 gegrĂŒndete Bibliothek der Stadt Pilsen besitzt heute ca. 400.000 BĂ€nde. Die UniversitĂ€tsbibliothek der Westböhmischen UniversitĂ€t in Pilsen verfĂŒgt ĂŒber einen Gesamtbestand von 365.232 Medien (Stand 2005). Die kleinste Einrichtung ist die 1880 gegrĂŒndete Bibliothek des Westböhmischen Museums mit etwa 70.000 Medien.
Kunst im öffentlichen Raum
Am 14. Juni 2002 wurde in den Ć afaĆĂkovy sady ein Bronzedenkmal fĂŒr den Pilsener Puppenspieler Josef Skupa enthĂŒllt. Dargestellt sind die berĂŒhmten Puppen Spejbl und HurvĂnek. Die Inschrift lautet: âSpejbl a HurvĂnek | Odhaleno 14.6.2002 | Na pamÄĆ„ PlzeĆskĂ©ho loutkĂĄĆe | Jezefa Skupy || AuroĆi: | Jaroslav Pleskal a Savvus Vojatzogluâ. Die Plastik wurde zur Erinnerung an die GrĂŒndung der Stadt Pilsen im Jahr 1295 von der âStiftung 700 Jahre Stadt Pilsenâ gemeinsam mit dem Verband der bildenden KĂŒnstler der Region Pilsen und der Stadt Pilsen initiiert.
In den KopeckĂ©ho sady, nicht weit vom Tyl-Theater, erinnert ein Bronzedenkmal an den Komponisten BedĆich Smetana.
Daneben ist ein Wasserspiel mit zwei Bronzefiguren: Eine junge Frau tanzt mit einem Knaben. Das Werk Mutter mit Kind (Matka s dĂtÄtem) von JiĆĂ HanzĂĄlek wurde nach einem Modell aus dem Jahr 1964 gefertigt.
FĂŒr den groĂen Stadtplatz (Hauptmarkt), das NĂĄmÄstĂ Republiky (Platz der Republik), hat OndĆej CĂsler 2010 drei groĂe Brunnen aus vergoldeter Bronze und schwarzem Granit geschaffen. Die goldenen Wasserspeier symbolisieren die Tiere des Pilsener Stadtwappens Engel, Kamel und WindhĂŒndin.cite-ref-26[26]
Ebenfalls am Stadtplatz, neben der Sankt-BartholomÀus-Kathedrale, steht die PestsÀule (1691) mit ihrer krönenden vergoldeten Muttergottesfigur und der skulpturalen Dekoration von Lazar Widemann.
Von VĂĄclav Fiala wurden Werke am Habrmannovo nĂĄmÄstĂ (2010, Fascinace kouli/Faszination der SphĂ€re, Stahlblech), am MikulĂĄĆĄskĂ© nĂĄmÄstĂ (2012, Yin und Yang/Yin a Yang, Trinkwasserbrunnen aus Granit), und im LochotĂnskĂœ park (2015, Artusâ Tafelrunde/ArtuĆĄĆŻv stĆŻl, Granit und Eiche) realisiert.
Historische Keller
Die Pilsener historischen Keller sind ein weit reichender Komplex unterirdischer RĂ€ume und GĂ€nge, der sich unter der gesamten Altstadt erstreckt. UrsprĂŒnglich handelte es sich um mittelalterliche Keller von Kaufleuten und zahlreiche Brunnen. Diese wurden ab den 1970er Jahren miteinander verbunden und dienen heute als GrundwasserentwĂ€sserungssystem der Altstadt. Ein Teil der RĂ€ume ist fĂŒr Besucher zugĂ€nglich. Der Rundgang umfasst u. a. das frĂŒhneuzeitliche stĂ€dtische Wasserwerk, einen historischen Abwasserstollen und mehrere AusstellungsstĂŒcke zur Geschichte der stĂ€dtischen Wasserversorgung.
Zoologischer und Botanischer Garten
Der Zoologische und Botanische Garten der Stadt Pilsen liegt auf einem 21 ha groĂen, reich gegliederten GelĂ€nde im Stadtteil LochotĂn. Vertreten sind um die 1100 Taxa verschiedener Tierarten in 6000 Exemplaren. Bei 23 Tierarten beteiligt sich der Zoo an EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogrammen. Der Zoologische Garten wurde 1926 gegrĂŒndet. 1957 kam dann der bis 1981 selbststĂ€ndige Botanische Garten hinzu.
Veranstaltungen
Folgende Kulturveranstaltungen finden regelmĂ€Ăig statt:cite-ref-27[27]
| Monat | Jahrgang im Jahr 2015 | Name | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| FebruarâMĂ€rz | 35. | Smetana-Tage | Internationales Festival klassischer Musik [ 28 ] |
| April | 28. | FinĂĄle PlzeĆ | Festival tschechischer und slowakischer Ganzabendfilme und -dokumentationen [ 29 ] |
| April | | Predator Run | Extremhindernislauf [ 30 ] |
| Juni | 31. | Skupova PlzeĆ | Marionettentheaterfestival [ 31 ] |
| September | 23. | Festivaldivadlo | Internationales Theaterfestival [ 32 ] |
| Mai | | Befreiungsfest [ 33 ] | Fest zur Erinnerung an die Befreiung der Stadt durch US-amerikanische StreitkrÀfte und das Ende des Zweiten Weltkrieges |
| Oktober | | Pilsner Fest | Fest der Pilsner Biere â Pilsner Urquell und Gambrinus. |
Persönlichkeiten
Bekannte Persönlichkeiten der Stadt sind in der Liste von Persönlichkeiten der Stadt Pilsen aufgefĂŒhrt.
Etymologie
Zur Etymologie des Stadtnamens existieren viele volksetymologische ErklĂ€rungsansĂ€tze und mehrere der eher zurĂŒckhaltenden Fachliteratur. Schon zur Frage, ob der Name germanischen oder slawischen Ursprungs ist, gibt es keine Einigkeit â auch aufgrund der komplexen, sich immer wieder ĂŒberlagernden Besiedlung germanischer und slawischer StĂ€mme. Der Klassiker der tschechischen Ortsnamen, AntonĂn Profous, behandelt die Herkunft des Namens von PlzeĆ ziemlich ausfĂŒhrlich und gibt drei klassische, tschechischsprachige ErklĂ€rungen: erstens, abgeleitet vom Adjektiv âplzkĂœâ â was etwa glitschig / schlĂŒpfrig bedeutet (die Stadt wurde auf glitschigem durchfeuchtetem Boden angelegt); zweitens, abgeleitet von âplĆŸâ, was deutsch Schnecke bedeutet (auf dem Gebiet lebten viele Schnecken); drittens, abgeleitet vom Adj. âplznĂœâ = ânĂŒtzlich, fruchtbarâ.cite-ref-34[34] Pollmer schreibt zu der Thematik ebenfalls, dass der Ortsname auf das tschechische Wort plzni (nĂŒtzlich, angenehm) zurĂŒckgeht.cite-ref-35[35] Ein anderes verbreitetes ErklĂ€rungsmodell nennt das mhd. Bilsen/Pilsen (modern Binsen) als Namensgeber fĂŒr die Stadt, da sie an einem binsengesĂ€umten Ufer gegrĂŒndet wurde.cite-ref-36[36] RĂ€tsch gibt an, dass der Name der Stadt auf Bilsenkraut (âPilsner Krautâ) zurĂŒckgehe und in Zusammenhang mit der Bierproduktion stehe â womit das mit dem Reinheitsgebot nicht konforme âPilsner Krautâ ironischerweise namensgebender Pate fĂŒr das hĂ€ufigste, jenes Bilsenkraut nicht enthaltende Bier, das Pilsner, gewesen sei.cite-ref-37[37]
Literatur
⹠Martin Zeiller: Pilsen. In: MatthÀus Merian (Hrsg.): Topographia Bohemiae, Moraviae et Silesiae (= Topographia Germaniae. Band 11). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1650 (Volltext [Wikisource]).
âą I. MartinovskĂœ: DÄjiny PlznÄ v datech. NakladatelstvĂ LidovĂ© noviny, Prag 2004, ISBN 80-7106-723-7.
âą D. BechnĂœ: Historie a souÄasnost podnikĂĄnĂ na PlzeĆsku. MÄstskĂ© knihy, ĆœehuĆĄice 2002, ISBN 80-86699-01-3.
âą Viktor Velek: Pilsen. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 4, Verlag der Ăsterreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2005, ISBN 3-7001-3046-5.
âą Tobias Weger: Pilsen/PlzeĆ. Kleine Stadtgeschichte. Pustet, Regensburg 2015, ISBN 978-3-7917-2656-4.
âą Thomas Krzenck: Pilsen/PlzeĆ. In: Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa. 2021
Weblinks
âą Offizieller Infoserver der Stadt Pilsen (tschechisch, deutsch, englisch)
âą Verein der Deutschen in Böhmen â Region Pilsen
âą Literatur von und ĂŒber Pilsen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
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cite-note-22. â czso.cz
cite-note-33. â mmr.cz
cite-note-42. ÄeskĂœ statistickĂœ ĂșĆad (Memento vom 16. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)
cite-note-55. â www.radio.cz
cite-note-66. â Sechs Dinge, die Sie noch nicht ĂŒber Pilsen wussten. Radio Prag, abgerufen am 7. Januar 2018.
cite-note-t-krz-77. â Thomas Krzenck: Pilsen (Online-Lexikon)
cite-note-88. â Historische Karte von 1627 AbriĂ der Statt Pilsen Wie dieselbige Belagert gestĂŒrmet undt Eingenohmen worden Anno 1619 als (Digitalisat)
cite-note-99. â Ferdinand BĆetislav Mikovec: Malerisch-historische Skizzen aus Böhmen. Hrsg.: Eduard Hölzel. Band 3. Hölzel, Wien/OlmĂŒtz 1860, S. 355 (google.de [abgerufen am 7. MĂ€rz 2021]).
cite-note-1010. â Johann Gottfried Sommer: Das Königreich Böhmen. Pilsner Kreis, Nr. 6. J. G. Calve, Prag 1838, S. 9 (books.google.at [abgerufen am 7. Januar 2018]).
cite-note-1111. â Moritz Gehre: Die deutsche Sprachinsel in Pilsen. In: Die deutschen Sprachinseln in Ăsterreich. Verlag Hentze, 1886, S. 10f.
cite-note-1212. â K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und LĂ€nder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der VolkszĂ€hlung vom 31. Dezember 1900. Böhme, Nr. IX. Alfred Hölder, Wien 1904, S. 598.
cite-note-1313. â Artikel zur Befreiung der Stadt von Radio Praha
cite-note-1414. â Hana JosefovĂĄ: VzpomĂnky na listopad 1989: Ć kodovĂĄci jdou! To bylo radosti. In: PlzeĆskĂœ denĂk. 17. November 2022 (plzensky.denik.cz [abgerufen am 16. Januar 2023]).
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cite-note-2222. â Individual Fare. PlzeĆskĂ© mÄstskĂ© dopravnĂ podniky, abgerufen am 13. August 2023 (englisch).
cite-note-2323. â Pilsen jubelt: 2015 wird man GĂ€ste als europĂ€ische Kulturhauptstadt empfangen
cite-note-2424. â Pilsen 2015 â eine Stadt stimmt sich ein (Memento vom 23. Februar 2015 im Internet Archive). Website des Magazins reisen EXCLUSIV, abgerufen am 16. September 2014.
cite-note-2525. â Pilsner Architekturmanual (abgerufen am 3. Dezember 2024)
cite-note-2626. â Siehe Marcel FiĆĄer und Martin Ortmeier: DrauĂen / venku. Kunst im öffentlichen Raum in SĂŒdwest-Böhmen und Niederbayern 1990â2010 / UmÄnĂ ve veĆejnĂ©m prostoru v jihozĂĄpadnĂch Äechach a DolnĂm Bavorsku 1990â2010. Klattau/Klatovy 2010, ISBN 978-80-87013-30-4, S. 26â27 â OndĆej CĂsler: Fountain at Pilsen online
cite-note-2727. â Traditionelle Veranstaltungen
cite-note-283. Smetanovske Dny
cite-note-294. Home â FinĂĄle PlzeĆ â Film festival. Abgerufen am 9. Januar 2024 (englisch).
cite-note-305. Predator RUN PlzeĆ 2017 Highlight auf YouTube
cite-note-316. 35. SKUPOVA PLZEĆ â 12.-16. 6. 2024 â Home. Abgerufen am 9. Januar 2024.
cite-note-327. Festivaldivadlo
cite-note-338. From Normandy up to Pilsen: Liberation Festival Pilsen
cite-note-3434. â A. Profous: MĂstnĂ jmĂ©na v ÄechĂĄch. Praha 1951, S. 382â384.
cite-note-3535. â Andrea Fock, Jutta Muth, Udo Pollmer, Monika Niehaus: Opium fĂŒrs Volk: NatĂŒrliche Drogen in unserem Essen. (books.google.de)
cite-note-3636. â Bilsen/Pilsen. In: Beate Hennig: Kleines Mittelhochdeutsches Wörterbuch. (books.google.de)
cite-note-3737. â Christian RĂ€tsch: Urbock oder echtes Bier. 29. Juli 2015, abgerufen am 26. August 2015: âDiese ehemaligen Anpflanzungen leben in verschiedenen Ortbezeichnungen bis heute fort, z. B. Bilsensee, Billendorf, Bilsengarten und vor allem im böhmischen Pilsen. So hat die Stadt, nach der unser modernes, stark gehopftes Bier »Pilsner« heiĂt, seinen Namen selbst vom Bilsenkraut, das dem echten »Pilsener Bier«, nĂ€mlich dem Bilsenkraut-Bier seinen Namen verlieh! In der Schweiz lebt der alte Name pilsener krut in der Bezeichnung Pilsenkraut bis heute fort.â